02.07.2009
Umleitung der Linien 1 und 6
Ab sofort werden die Linien 1 und 6 zwischen Südstadt und Rannischen Platz umgeleitet. Grund ist der Abriss eines einsturzgefährdeten Hauses im Böllberger Weg.

Die Linie 1 fährt von der Frohen Zukunft kommend ab Franckeplatz über Riebeckplatz – Hauptbahnhof – Merseburger Straße – Vogelweide nach Beesen. Aus Richtung Beesen kommend verkehrt die Linie 1 ab Kreuzung Paul-Suhr-Straße/Veszpremer Straße über Vogelweide – Merseburger Straße – Hauptbahnhof - Riebeckplatz – Franckeplatz und weiter regulär zur Frohen Zukunft.

Die Linie 6 verkehrt nur bis bzw. ab Rannischer Platz/Torstraße (Kopfendstelle). Ebenso verkehrt die Linie 95 nur bis bzw. ab Rannischen  Platz/Torstraße.

Zwischen Freyburger Straße und Rannischen Platz wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingesetzt. Dieser fährt auf der Fahrtroute Rannischer Platz/Torstraße – 5. Vereinsstraße – Wörmlitzer Straße – Straße der Republik – Kantstraße - Max-Lademann-Straße – Böllberger Weg – Südstadtring – Paul-Suhr-Straße – bis Haltestelle „Freyburger Straße“ und zurück über Paul-Suhr-Straße - Südstadtring – Böllberger Weg – Max-Lademann-Straße – Kantstraße – Beesener Straße – Cansteinstraße - Wörmlitzer Straße – Rannischer Platz/Torstraße.

An den Haltestellen Veszpremerstraße in Richtung Südstadt und Südstadt in Richtung Freyburger Straße hält der Schienenersatzverkehr in Randlage.

Die Haltestellen Kurt-Tucholsky-Straße und Ludwigstraße können nicht bedient werden. Die Nachtlinie 97 bedient die Haltestelle Kurt-Tucholsky-Straße.

Die Umleitung gilt voraussichtlich bis Freitag, 3. Juli 2009.


23.06.2009
Linie 12 wird in den Ferien gekürzt

 

In den Sommerferien (25. Juni bis 5. August) wird die Straßenbahnlinie 12 (Trotha - Steintor - Hauptbahnhof - Damaschkestraße - Vogelweide) eingekürzt und fährt von Trotha kommend nur bis zum Hauptbahnhof und zurück. Die Fahrzeiten verschieben sich um einige Minuten. Der Ferienfahrplan ist zu finden unter der Rubrik Fahrplan/Baustellenfahrpläne/Fahrplan Linie 12.

20.05.2009
Projekt "Service Aktiv" startete Ende Mai


Ende Mai startete das neue Projekt „Service Aktiv“ zur Begleitung von Fahrgästen der HAVAG in Zusammenarbeit mit der ARGE SGB II GmbH Halle und der Firma b.i.g. akademie gmbh. Die Aufgabe der mobilen Begleiter liegt in einer ausschließlichen Beratungstätigkeit von Fahrgästen in den Fahrzeugen. Dies ist eine Serviceleistung, die durch die HAVAG bisher nicht angeboten wurde. Mit dem Projekt wird insgesamt fünfzig Arbeitssuchenden aus Halle die Möglichkeit gegeben, wieder in das Arbeitsleben integriert zu werden. Nach intensiver und erfolgreich durchlaufener sechswöchiger Schulung wird die erste Gruppe der Fahrzeugbegleiter (25 Mann) erstmals am 25. Mai im Stadtgebiet eingesetzt.  

Die Aufgaben
In dem zunächst auf zwölf Monate angelegtem Projekt werden Zweierteams Straßenbahnen begleiten und beispielsweise mobilitätseingeschränkten und/oder älteren Personen beim Ein- und Aussteigen helfen und operativ an Haltestellen, z. B. bei Baumaßnahmen, Auskünfte erteilen. Dazu wurden zunächst 25 Männer und Frauen durch die b.i.g. akademie gmbh und Mitarbeiter der Halleschen Verkehrs-AG umfassend mit dem nötigen Wissen geschult, unter anderem erhielten sie Kenntnisse über den Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV), den Fahrplan der HAVAG, Fahrpreise, Anschlussbeziehungen und Umsteigemöglichkeiten, über Baustellen oder geplante Baumaßnahmen sowie über mit Bahnen und Bussen erreichbare touristische Ziele, unter anderem Museen, Sportstätten und Kultureinrichtungen.

Nicht zu ihren Aufgaben werden ausdrücklich die Tätigkeiten der Sicherheitsfachkräfte, Fahrausweisverkäufer oder der Fahrausweiskontrolleure gehören.

Eingesetzt werden die Servicekräfte, welche mit blauen Poloshirts, Jacken und einer roten Tasche mit aufgedrucktem Projektlogo „Service Aktiv“ ausgestattet sind, zunächst täglich von 8 bis 14 Uhr. Jedes Team besteht aus zwei Mitarbeitern und ist mit einem Handy ausgestattet.  

Ein zweite Gruppe mit 25 Teilnehmern wird ab 15. Juni geschult und ab Mitte Juli ebenfalls als Fahrzeugbegleiter eingesetzt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Einsatzzeit der Teams im Schichtsystem von 7 bis 19 Uhr ausgedehnt werden.     

Die Ziele
Mit dem Projekt soll das Fahren in den Bahnen der HAVAG noch einfacher und angenehmer gestaltet und damit der Servicebereich noch weiter ausgebaut werden. Bei Fahrgästen auftretende Fragen können so oft gleich vor Ort geklärt werden. Mobilitätseingeschränkten Personen werden die Service-Mitarbeiter beim Ein- und Aussteigen behilflich sein und ihnen so das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel erleichtern. Allein durch ihre Präsenz helfen die Servicekräfte, das individuelle Sicherheitsempfinden zu stärken und dem Vandalismus vorzubeugen.

Nicht zuletzt gibt das Projekt jedem einzelnen Teilnehmer die Chance, nach langer Arbeitslosigkeit mit sinnvoller Beschäftigung wieder in die Arbeitswelt zurückzukehren. So können sie sich auf dem Arbeitsmarkt für neue Aufgaben empfehlen.  

Kooperation durch drei Partner
Das Projekt „Service Aktiv“ ist ein Kooperationsprojekt der HAVAG, der b.i.g. akademie gmbh und der ARGE SGB II Halle GmbH. Die b.i.g. akademie ist die private Bildungseinrichtung der b.i.g.-Gruppe, einem Dienstleistungsunternehmen mit verschiedenen Geschäftsfeldern, z.B. General-, Elektro- oder Sicherheitsplanung. Die b.i.g. akademie gestaltet Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen sowie freie Seminare in den Bereichen Dienstleistungen und Sicherheit. Dabei entwickelt die b.i.g. akademie auch nicht alltägliche Fortbildungen wie die Cheffahrer-Akademie, die bereits heute eine Qualitätsauszeichnung für die Absolventen in Hinblick auf Dienstleistung und Professionalität darstellt.

Zwischen der HAVAG und der b.i.g. akademie gmbh besteht ein Kooperationsvertrag zur Durchführung des Projektes „Service Aktiv“, währenddessen die b.i.g. akademie gmbh einen Vertrag mit der ARGE SGB II Halle GmbH hat.

Die Auswahl der Teilnehmer des Projektes erfolgte nach einem abgestimmten Anforderungsprofil durch die ARGE. Das Projekt ist eine Maßnahme für erwerbsfähige Hilfebedürftige zur Verbesserung der Wiedereingliederungs-chancen. Finanziert wird es aus Mitteln zur Eingliederung im Rahmen der Förderung von Arbeitsgelegenheiten. Daneben sind HAVAG und b.i.g. mit Eigenmitteln beteiligt, u.a. für die Bekleidung, für Material und Lohnkosten.

28.04.2009
Saison der Parkeisenbahn beginnt
 

Ab Freitag, 1. Mai 2009, beginnt die Saison der Parkeisenbahn Peißnitzexpress. Bis Oktober wird die Bahn wieder für kleine und große Hallenser auf der halleschen Peißnitzinsel unterwegs sein.
Die Öffnungszeiten sind wie im vergangenen Jahr:
montags/dienstags geschlossen
mittwochs 10.00 - 11.30 Uhr und 15.30 - 17.30 Uhr
donnerstags 15.30 - 17.30 Uhr
freitags 15.30 - 17.30 Uhr
samstags 10.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr
sonn- und feiertags 10.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr

Außerhalb dieser Zeiten besteht für Gruppen zusätzlich donnerstags in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr die Möglichkeit, nach vorheriger Bestellung mit dem Peißnitzexpress zu fahren. Die Fahrten können unter folgenden Kontaktmöglichkeiten bestellt werden:

Bestelltelefon: (03 45) 5 81 56 61
Bestellfax: (03 45) 5 81 55 56
E-Mail: kundendienst@havag.com 

Für eine Rundfahrt zahlen Erwachsene 2,00 Euro und Kinder, Schüler und Studierende jeweils 1,00 Euro. Eine halbe Fahrt von den Unterwegsbahnhöfen "Schwanenbrücke", "Eissporthalle" und "Birkenallee" bis Bahnhof "Peißnitzbrücke" oder vom Bahnhof "Peißnitzbrücke" bis Bahnhof "Schwanenbrücke" kostet jeweils die Hälfte.

Am Feiertag, 1. Mai 2009, hat die Parkeisenbahn Peißnitzexpress wie an einem Feiertag geöffnet.

16.04.2009
Beesener Straße wird grundhaft ausgebaut


Baustart am 27. April 2009
Nachdem die Fertigstellung der grundhaften Sanierung des Steinweges bereits ein halbes Jahr zurückliegt, gehen die dringend notwendigen Instandsetzungsarbeiten in der Beesener Straße weiter. Bearbeitet wird von Ende April bis November 2009 das rund 330 Meter lange Stück der Beesener Straße ab Rannischem Platz bis zur Melanchthonstraße. Die Bauarbeiten lassen aufgrund der geringen Straßenbreite nur eine Vollsperrung für den Straßenbahnverkehr zu, auch der Kfz-Verkehr wird umgeleitet. Es wird ein Schienenersatzverkehr eingesetzt.
Der Straßenbahnverkehr wird ab Montag, dem 27. April, gesperrt. Vorbereitende Maßnahmen starten schon am Wochende 25./26. April in der Beesener Straße.
 
Grundhafte Sanierung notwendig
Ähnlich wie im Steinweg ist die Sanierung der verschlissenen Gleisanlagen und aller darunterliegenden Versorgungsleitungen dringend notwendig. Die letzte Sanierung wurde 1974 durchgeführt. Der bauliche Zustand aller Verkehrsanlagen (Straße, Gleis, Nebenanlagen) entspricht nicht mehr den technischen Anforderungen für gefährdungsarme Führung aller Verkehrsteilnehmer im Straßenraum und den sicheren Betrieb der Straßenbahn.

Der Verkehrsraum soll so umgestaltet werden, dass er für alle Verkehrsteilnehmer sicherer wird. Durch fehlende Radwege wurde der Verkehr insbesondere bergauf vom langsamen Radverkehr behindert, auch an den Rändern parkende Autos stellten Behinderungen dar.

Ein wichtiger Punkt bei der Neugestaltung war das Thema Radwege. Radfahrer machen bis zu 25 Prozent aller Verkehrsteilnehmer auf dieser wichtigen Nord-Süd-Achse aus. So wird es - trotz der Enge der Straße - künftig bergab in Richtung Stadt einen separaten Radweg geben. Bergauf teilen sich nach dem Umbau Radfahrer und Fußgänger eine gemeinsame Fläche. Dadurch ist auf dieser Seite die Schaffung von mehr als zwanzig Parkplätzen möglich. Zur Zeit gibt es in dieser Straße keine ausgewiesenen Parkplätze, die Mehrheit der Anlieger parkt in Innenhöfen. Wie bisher kann die Straße auch nach dem Umbau von Autos beidseitig befahren werden.

Bevor die Gleisanlagen erneuert werden können, werden von Ende April bis August zwischen Rannischem Platz und Melanchthonstraße zunächst alle unterirdischen Leitungen und Kanäle von Hauswand zu Hauswand auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die Hallesche Wasser und Abwasser GmbH baut einen verschlissenen Hauptsammler neu, fast alle Gas-, Strom-, Telefon- und Wasseranschlüsse werden erneuert bis hin zu den Hausanschlüssen.

Ab August folgen Gleis- und Straßenbauarbeiten, Rad- und Fußwegebau. Nach dem Ende der Komplexbaumaßnahme voraussichtlich im November wird die Straße durch einen glatten Asphalt ruhiger sein, die Schallverhältnisse werden sich wesentlich verringern.

Änderungen für Fahrgäste
Während der Sanierung ist eine Vollsperrung für die Straßenbahnen in der Beesener Straße notwendig. Die drei dort verkehrenden Tageslinien 3 | 8 und 11 und die Nachtlinie 95 werden umgeleitet.

Die Linie 3 wird aus Trotha kommend ab Franckeplatz umgeleitet über den Riebeckplatz, Hauptbahnhof, Damaschkestraße, Vogelweide zur Südstadt. Die Linien 8 und 11 fahren aus Trotha bzw. Neustadt kommend über den Franckeplatz hinaus bis zum Rannischen Platz/Ecke
Torstraße und enden dort.

Die Linie 12 fährt im Tagesverkehr nur zwischen Trotha und Hauptbahnhof. Ab Hauptbahnhof bis Damaschkestraße wird sie durch die 3 ersetzt. In der Hauptverkehrszeit wird die 12 bis zur Vogelweide verlängert. Die Nachtlinie 95 fährt von Trotha über Reileck, Steintor, Marktplatz, Rannischer Platz nach Böllberg, die Linie 96 fährt von Ammendorf über Damaschkestraße zur Vogelweide.
Der Schienenersatzverkehr (SEV) fährt vom Rannischen Platz über Wörmlitzer Straße, Cansteinstraße, Beesener Straße bis zur Elsa-Brändström-Straße.

Umleitung für Autofahrer
Aufgrund der Enge des zur Verfügung stehenden Bauraumes, der Komplexität der Bauausführung, im Interesse der Kostenbegrenzung und einer Verkürzung der Bauzeit ist auch eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr erforderlich, die Erreichbarkeit der Grundstücke, Arztpraxen und Geschäfte bleibt aber weiterhin gewährleistet.

Die Umleitung erfolgt aus der Beesener Straße über die Kantstraße und Wörmlitzer Straße zum Rannischen Platz. In der Gegenrichtung führt die Umleitung vom Rannischen Platz über Bertramstraße, Schwetschkestraße, Zwingerstraße, V. Vereinsstrraße, Wörmlitzer Straße und Kantstraße zur Beesener Straße.

Informationen für Fahrgäste
Das Baustellenfahrplanheft für diese Sperrung, in dem die Fahrpläne aller von der Baumaßnahme betroffenen Linien zu finden sind, ist ab sofort in allen HAVAG SERVICE CENTERN erhältlich, wie auch ein Flyer, der über die Bauarbeiten umfassend informiert. Außerdem ist im Vorfeld und zu Beginn der Baumaßnahme das MDV-Infomobil im Einsatz, welches zu folgenden Terminen berät:

Dienstag, 21.4., 6-14 Uhr auf dem Marktplatz
Mittwoch, 22.4., 6-14 Uhr am Rannischen Platz
Donnerstag, 23.4., 6-14 Uhr an der Vogelweide
Freitag, 24.4., 12-17 Uhr am Kaufland in der Südstadt
Samstag, 25.4., 9-13 Uhr auf dem Marktplatz
Montag, 27.4., 5-13 Uhr am Rannischen Platz
28.-30.4., 6-13 Uhr am Rannischen Platz

Aktuelle Informationen gibt es auch an der Kundenhotline unter (0345) - 581 55 55.

24.03.2009
Händel auf Schienen


Eine gold funkelnde Straßenbahn wirbt seit heute für das Händeljahr 2009. Mit der Unterstützung der HAVAG hat die Stiftung des Händel-Hauses Halle eine komplette Straßenbahn in Händel-Optik gestaltet, die nun bis November diesen Jahres für das Festspieljahr wirbt. "`Von Halle in die Welt`, dieses für Händel so zutreffende Motto traf 1891 auch auf das erste elektrische Straßenbahnnetz Europas in Halle zu. Die elektrische Straßenbahn in Halle war der Auslöser für die schnelle Verbreitung dieses Verkehrsmittels Ende des 19. Jahrhunderts auf dem europäischen Kontinent", sagte der Kaufmännische Vorstand der HAVAG, Francois Girard, bei der Einweihung der Bahn im Beisein von Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados, dem Direktor der Stiftung Händel-haus, Dr. Philipp Adlung und Dr. Hanna John, der Leiterin der Händel-Festspiele.  

Die Händel-Bahn wirbt insbesondere für die neue Dauerausstellung "Händel-der Europäer", die am 250. Todestag des berühmten Barockkomponisten, am 14. April, feierlich in seinem Geburtshaus in Halle eröffnet wird, sowie für die Händelfestspiele vom 4.-14. Juni 2009.
17.03.2009
Markenkleben entfällt künftig


Die Hallesche Verkehrs-AG führt ab Mai eine elektronische Karte als Fahrkarte für Stammkunden für die Tarifzone Halle (210) ein. Die neue „UmweltCard Gold“ löst damit die bisherige Abokarte mit den Monatsmarken ab. Dieses System wird im Mitteldeutschen Verkehrsverbund zeitgleich von den Leipziger Verkehrsbetrieben auch im Stadtgebiet von Leipzig eingeführt.
Dem Voraus ging eine sehr intensive Projektarbeit in der wesentlich die Hallesche Verkehrs-AG, die Leipziger Verkehrsbetriebe, die Deutsche Bahn Regio und der Mitteldeutsche Verkehrsverbund wirkten.
 
Die neuen Karten werden allen Abokunden von Ende März bis Ende Juni statt neuer Wertmarken kostenlos zugeschickt. Abonnenten, die außer der Tarifzone Halle (210) auch andere Tarifzonen befahren, nutzen zunächst weiterhin das herkömmliche System mit den Wertmarken.

Was wird gespeichert?
Die UmweltCard Gold ist eine elektronische Chipkarte, auf der alle relevanten Daten, die bisher auf den Marken standen, gespeichert sind. Im Ticket stehen: die Nummer der Berechtigung, die Fahrscheinart, die Gültigkeit und die Tarifzone. Persönliche Daten werden nicht gespeichert (außer bei preiswerteren Azubi-Monatskarten in Kombination mit der Kundenkarte. In den Monatskarten für Auszubildende wird der Name verschlüsselt und das Geburtsdatum gespeichert. Die Verschlüsselung ist eine Datenschutzmaßnahme. In der Verbindung mit der Kundenkarte kann der rechtmäßige Besitzer festgestellt werden.)

Wünscht der Abonnent eine Änderung seines Abos, zum Beispiel vom „Jedermann-Abo“ auf ein „9-Uhr-Abo“, so ist dies jederzeit in den HAVAG SERVICE CENTERN möglich, wo die entsprechende Technik verfügbar sein wird.

Auf dem Anschreiben, mit dem die Karte den Kunden zugeschickt wird, befindet sich neben der neuen „UmweltCard Gold“ ein Infokärtchen. Auf diesem können Abokunden genau sehen, welche Daten in ihrer Karte gespeichert sind, u.a. auch der Gültigkeitsbeginn. Weiterhin erhalten die Kunden ein Faltblatt, welches wichtige Details im Umgang mit der elektronischen Chipkarte erläutert. Die Plastikkarte kann von den Prüfgeräten der Fahrkartenkontrolleure gelesen werden.


Die Vorteile der neuen Abokarte
Für die Kunden entfällt das monatliche Markenwechseln, sie müssen nichts mehr tun, außer die Karte immer bei sich zu führen. Damit reduziert sich das Risiko des „Grau-Fahrens“ beim Vergessen des Markenwechsel am Monatsanfang.

Künftig kann bis zum Monatsletzten ein Abo für den Folgemonat abgeschlossen werden. Der Kunde erhält seine neue Abokarte sofort in den HAVAG SERVICE CENTERN. Beim bisherigen Wertmarkensystem musste der Kunde bis zum 10. Des Vormonats da gewesen sein, um ein Abo für den Folgemonat abschließen zu können.

Bei Verlust oder Diebstahl kann die Karte sofort gesperrt werden, ein Missbrauch ist somit ausgeschlossen. Verloren gegangen und gesperrte Karten sind durch das neue System überhaupt erst identifizierbar. Findet jemand eine gesperrte Karte und nutzt sie missbräuchlich, würde dies sofort bei der nächsten Kontrolle auffallen.  

Das Unternehmen verspricht sich von dem neuen System nicht nur eine Vereinfachung für die Kunden, sondern auch Einsparungen, so fallen auch die bei ca. 32.000 Abokunden nicht unerheblichen Kosten für die vierteljährliche Zusendung der Marken künftig weg.
Die neue Karte ermöglicht eine etwa fünfjährige Nutzbarkeit.

Der Name der Karte
Während der Entwicklung der Karte waren viele Namen im Gespräch. Letztendlich wurde entschieden, der Karte einen Namen zu geben, der sowohl das Engagement des Unternehmens als auch der einzelnen Abonnenten für den Klimaschutz zum Ausdruck bringt: die UmweltCard Gold. Mit dem Namen wollen wir darauf verweisen, dass sich unsere Stammkunden schon seit Jahr und Tag umweltfreundlich verhalten, weil sie unter Umständen den ÖPNV dem Auto vorziehen, das ist gelebter Klimaschutz.


Wie es weiter geht
Die Einführung der Abokarte in den Stadtgebieten von Halle und Leipzig ist die erste Stufe eines dreistufigen Konzeptes, welches für das neue Produkt erstellt wurde. Schrittweise soll die elektronische Abo-Fahrkarte im gesamten MDV-Gebiet eingeführt werden. In der ersten Stufe im Jahr 2009 erhalten alle Abokunden der HAVAG und der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) anstelle ihrer bisherigen Abo-Monatskarte die neue Chipkarte mit der Produktbezeichnung „UmweltCard Gold“. In der zweiten Stufe soll ab 2010 eine Ausweitung auf alle Abokunden im gesamten Verbundraum des MDV erfolgen. In der dritten Stufe ab dem Jahr 2011 sollen die bisherigen Schülerfahrkarten durch dieses neue Medium ersetzt werden.

Nach der Umsetzung aller drei Stufen werden etwa 160.000 Abokarten innerhalb des Verbundes im Einsatz sein. Die Chipkarten und Hintergrundsysteme sind so konzipiert, dass später auch eine bundesweite Anerkennung in anderen Verbundräumen möglich sein wird. Dazu wurde durch den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen ein spezieller Standard entwickelt, der die Grundlage für dieses Kartensystem hier im MDV bildet.

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